WIRTSCHAFTSPRÜFUNG

Wirtschaftsprüfung im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

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Wie viele andere Branchen befindet sich auch die Wirtschaftsprüfung im Wandel. Die Digitalisierung, die stetig wachsenden Datenmengen und die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz verändern zunehmend die Art und Weise, wie Prüfungen durchgeführt werden. Trotz aller technologischen Fortschritte bleibt der Mensch dabei entscheidend – mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung und seiner Fähigkeit zu professionellem Urteilsvermögen.

Heute verfügen Wirtschaftsprüfer über Tools, mit denen sie Daten schneller und detaillierter analysieren können als je zuvor. Statt die Analyse auf eine bestimmte Stichprobe zu beschränken, können sie deutlich größere Datenmengen untersuchen und ungewöhnliche Muster leichter erkennen. Solche Tools helfen dabei, Abweichungen zu identifizieren, Transaktionen zu erkennen, die einer genaueren Prüfung bedürfen, und potenzielle Risiken frühzeitig aufzudecken.

„Künstliche Intelligenz in der modernen Wirtschaftsprüfung ist kein Autopilot, sondern ein Kopilot, der die Produktivität der Wirtschaftsprüfer steigert und die Durchführung von Prüfungshandlungen beschleunigt. KI ist besonders leistungsfähig bei der Erkennung von Auffälligkeiten und verdächtigen Transaktionen. Die Interpretation der Daten und die Formulierung abschließender Schlussfolgerungen liegen jedoch weiterhin in den Händen von Experten“, sagt Vedran Miloš, Geschäftsführer und Head of Audit bei Grant Thornton Kroatien.

Bei Grant Thornton ist die Entwicklung KI-basierter Lösungen Teil der umfassenden Investitionen der Gruppe in Technologie und in die Zukunft der Wirtschaftsprüfung. In Kroatien konzentrieren wir uns derzeit darauf, Potenziale für Weiterentwicklungen zu identifizieren und die Voraussetzungen für den Einsatz von KI-Tools zu schaffen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität der eingesetzten Lösungen. Bevor KI-Lösungen in den täglichen Prüfungsprozess integriert werden, müssen sie umfassend getestet, an die spezifischen Anforderungen unserer Arbeit angepasst und durch entsprechende Schulungen unserer Mitarbeiter begleitet werden.

Unser Ziel ist es nicht, Technologien allein deshalb einzusetzen, weil sie verfügbar sind. Vielmehr geht es darum, Lösungen zu identifizieren, die Wirtschaftsprüfer bei ihrer Arbeit einen konkreten Mehrwert bieten und gleichzeitig unseren hohen Ansprüchen an Sicherheit und Qualität gerecht werden.

„Die Wirtschaftsprüfung wird sich zweifellos weiterentwickeln. Wiederkehrende Aufgaben werden schneller erledigt, Analysen werden detaillierter und die Verarbeitung großer Datenmengen wird effizienter. Wenn weniger Zeit für automatisierbare Aufgaben aufgewendet werden muss, bleibt mehr Raum für ein tieferes Verständnis des Geschäfts, einen intensiveren und qualitativ hochwertigeren Austausch mit den Mandanten sowie eine stärkere Fokussierung auf Bereiche, die professionelles Urteilsvermögen erfordern. Genau darin liegt einer der größten Mehrwerte der Technologie“, ergänzt Miloš.

Auch wenn Technologie die Arbeitsweise von Prüfungsteams weiterhin verändern wird, bleibt der grundlegende Zweck der Wirtschaftsprüfung unverändert: Unabhängigkeit, Transparenz und Vertrauen in die Informationen zu schaffen, auf deren Grundlage Geschäftsentscheidungen getroffen werden. Bei Grant Thornton verstehen wir die Entwicklung neuer Technologien als Chance, die Wirtschaftsprüfung weiterzuentwickeln und gleichzeitig die fachliche Kompetenz und die professionellen Standards zu bewahren, die das Fundament unserer Arbeit bilden.